Freitag, 3. Juni 2016

Gelesen: Wer war Alice

Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?
 (Verlagstext)

**Wer war Alice von T. R. Richmond ist durch seinen außergewöhnlichen Erzählstil anders als die Romane, die ich sonst lese. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was an sich nicht ungewöhnlich ist. Jedoch wird u.a. in Form von Zeitungsartikeln, Blogeinträgen, eMails, Briefen, Blogkommentaren, SMS-Verläufen, Voicemail-Nachrichten, Postings aus Chatrooms oder Facebook Einträgen erzählt. Die Erzählung setzt sich wie ein großes Puzzle zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei das Leben von Alice Salmon, die mit 25 Jahren ertrank und deren Leben durch die Menschen in ihrem Umfeld auf diese Art und Weise durchleuchtet wird. Man muss Nebengeschichten mögen, um sich mit dem Buch anzufreunden. Der Roman ist nicht megaspannend, aber trotzdem fesselnd und die Auflösung am Ende überraschend. Für meinen Geschmack hätten die Charaktere etwas sympathischer sein können. Der Erzählstil aus unterschiedlichen Perspektiven hat mir gut gefallen. Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch das interessante Cover mit der tollen Haptik.

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