Montag, 7. November 2016

Gebacken: Eine schwarze Hochzeitstorte mit roter Seele {Red Velvet Cake, Rezept, vegan}

Anfang Oktober habe ich mich zum ersten Mal an eine zweistöckige Hochzeitstorte gewagt. Meine kleine Schwester hatte sich für die standesamtliche Trauung etwas passendes zu ihren schwarzen Einladungen gewünscht. Also habe ich schwarzen Fondant gekauft, weil ich mir nicht sicher war, wie ich den Kuchen außen sonst schwarz bekommen sollte. Creme oder Sahne einzufärben habe ich mich nicht getraut, weil das oft grünlich wird. Die Torte sollte auch innen ein Hingucker sein, weshalb ich sie außen ganz schlicht gelassen habe. Für den Cake Topper habe ich das Mr & Mrs mit einem Pinselstift vorgeschrieben, dann eingescannt, vektorisiert und aus schwarzer Pappe ausgeplottet (wobei ich zugeben muss, dass Herr Kram letzteres für mich übernommen hat, weil er den Plotter viel besser bedienen kann als ich). Den bunten Anker habe ich aus der Einladung ausgeschnitten und auf die Schrift geklebt. Das Webband, das ich um den Kuchen gelegt habe, ist von Farbenmix. Die Torte ist zwar nicht perfekt gelungen, war aber ein gutes Übungsobjekt. Den ein oder anderen Fehler weiß ich jetzt in Zukunft zu vermeiden. Lecker war sie trotzdem, wenn auch sehr mächtig und für meinen Geschmack etwas zu süß. Innen war die Torte dunkelrot, passend zu den Schuhen meiner Schwester.

Das Rezept für den Red-Velvet-Cake habe ich auf dem Blog Loving it vegan gefunden und darf es mit Alisons Erlaubnis hier für euch übersetzen. Ich persönlich würde beim nächsten Mal nur die Zuckermenge reduzieren. Für die zweistöckige Torte habe ich die doppelte Menge von folgendem Rezept verwendet.

Ihr benötigt für den Kuchenteig:

  • 250 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL pures Kakaopulver
  • 240 ml vegane Buttermilch (15 ml Zitronensaft + Sojamilch)
  • 2 TL Vanilleextrakt (ich habe Butter-Vanillearoma verwendet)
  • 80 ml Olivenöl (ich habe Sonnenblumenöl genommen)
  • 1 EL Apfelessig
  • rote Lebensmittelfarbe (die Gelfarben von Wilton sind vegan)

Für die vegane Buttermilch gebt ihr einfach 15 ml frisch gepressten Zitronensaft in einen Messbecher und füllt ihn auf 240 ml mit Sojamilch auf. Die Mischung gerinnt und hat nach etwa einer Minute die typische Konsistenz und Säure von Buttermilch.

Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und Kakaopulver gründlich vermischen. Buttermilch, Vanilleextrakt, Öl, Essig und Lebensmittelfarbe zugeben und zu einem glatten Teig ohne Klümpchen verrühren. 

Laut Originalrezept wird der Teig nun auf zwei Backformen mit einem Durchmesser von jeweils 18 Zentimetern verteilt und etwa 30 Minuten lang gebacken. Ich habe eine etwas größere Form verwendet und den Teig komplett in einer Form gebacken, wodurch sich die Backzeit verlängert hat. Um genau zu sein habe ich Sallys Tortenring verwendet, den ich mir vorher von meiner Freundin ausgeliehen habe, bin bei diesem Rezept allerdings leider gar nicht damit klar gekommen. Der Kuchen hatte anschließend einen großen Hügel in der Mitte, was bei diesem Ring eigentlich nicht passieren sollte. Beim nächsten Mal nehme ich wieder meine Springform oder meine Backformen von Wilton, in denen der Teig bisher immer glatt und gleichmässig aufgegangen ist. Die zweite Teigportion habe ich dann ebenfalls in dem kleiner gestellten Tortenring gebacken und hatte auch hier wieder einen riesigen Hügel, den ich anschließend abschneiden musste.

Nach dem Auskühlen habe ich die beiden Böden mit der veganen Variante einer amerikanischer Buttercreme nach diesem Rezept eingestrichen und einige Stunden in den Kühlschrank gestellt, bevor ich sie dann mit dem Fondant überzogen und verziert habe.

Das war sicher nicht mein letzter Red Velvet Cake.




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