Montag, 16. Januar 2017

Gelesen: Das Geheimnis der Hutmacherin {Rezension}

Cora Masson arbeitet in einer Hutfabrik und lebt bei ihrem gewalttätigen Vater in London. Als sie sich eines Tages zu einem Pferderennen stiehlt, trifft sie dort auf den deutschen Kunsthändler Dietrich, mit dem sie kurzerhand nach Paris geht. Sie beginnt eine Affäre mit ihm und nimmt eine neue Identität an, um ihre wahre Herkunft zu verbergen. Als Coralie de Lirac träumt sie von einer Karriere als Hutmacherin. Als Dietrich eines Tages verschwindet, sitzt Coralie von jetzt auf gleich arbeitslos auf der Straße. Durch harte Arbeit und Beharrlichkeit schafft sie es, ihr Talent unter Beweis zu stellen und sich tatsächlich einen Namen als Hutmacherin zu machen. Auf ihrem Weg lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen, schließt Freundschaften, wird Mutter und heiratet, bekommt aber auch immer wieder neue Steine in den Weg gelegt.

Ein Mädchen aus der Arbeiterklasse, das es wagte, 
nach seinen hochfliegenden Träumen zu streben, traf auf jede Menge Leute, 
die es wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholten.
(Zitat aus dem Roman)
 
Als der zweite Weltkrieg ausbricht und die Deutschen langsam in Paris einfallen, ist nicht nur ihr Geschäft in Gefahr, sondern auch die ein oder andere ihr nahe stehende Person. Wem kann sie noch trauen? Welche Beziehungen darf sie noch pflegen? 
Coralie trifft immer wieder auf Dietrich, der eines Tages wieder in Paris auftaucht, kann ihn jedoch nicht mehr richtig einschätzen. Welches Geheimnis verbirgt er? Und kann er ihr helfen, ihr Geschäft zu retten?

*Das Geheimnis der Hutmacherin ist nach *Die Kleiderdiebin der zweite Roman von Natalie Meg Evans, in dem es um eine starke, mutige Frau geht, die sich in den 30er, 40er Jahren ihren Platz in der Welt erkämpft. Starke Charaktere, ein flüssiger Schreibstil und eine sehr anschaulich beschriebene Umgebung machen die Geschichte aus. Es handelt sich aber auf keinen Fall um leichte Kost, die man mal eben nebenbei liest. Für diesen Roman muss man sich Zeit nehmen, denn durch die vielen Schauplätze, Verwicklungen und Handlungsstränge, braucht es seine Zeit, bis man richtig in die Geschichte eingetaucht ist. Normalerweise lese ich problemlos Abends auf der Couch während der Fernseher läuft, aber mit dem Geheimnis der Hutmacherin habe ich mich in die Badewanne zurückgezogen, um mich ganz in Ruhe auf die Geschichte konzentrieren zu können. Wer gerne Bücher über starke Frauen liest und sich für die Kriegszeit interessiert, wird Das Geheimnis der Hutmacherin mögen.


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